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Sonntag, 22. April 2018
Up and In in Paris and London Drucken E-Mail
Geschrieben von Wolfgang M. Buchta   

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1933 veröffentlichte George Orwell sein erstes Buch „Down and Out in Paris and London“ über das gar nicht schöne Leben der Armen in den beiden Großstädten. Mehr als 80 Jahre später sind Ulli und Wolfgang Buchta – vielleicht unter besseren Bedingungen – zu einem Selbstversuch aufgebrochen …

Wikipedia weiß „Der Jahreskreis ist die an die Abfolge jahreszyklischer Ereignisse gebundene Struktur religiöser bzw. ritueller Feste und Zeremonien.“ Und auch wir, die Liebhaber mehr oder weniger gepflegten Altblechs (und -plastik) haben rituelle Feste.


Heuer begann der Jahreskreis der Messen am ersten Wochenende im Februar in Bremen, zweites Wochenende Paris, drittes Wochenende London.

Bonjour Paris

Die Retromobile in Paris ist eine der alteingesessenen Messen – erstmals öffnete die Retromobile in der „Paris expo Porte de Versailles“ im 15. Pariser Gemeindebezirk im Jahre 1976 ihre Pforten – und, apropos alt: Die Retromobile sticht „seit immer“ durch einen hohen Anteil „wirklich alter“ Fahrzeuge hervor.
 
Heuer – wir waren zuletzt 2015 dort – ist die Messe gewachsen, allerdings vor allem mit moderneren „Mainstream“-Fahrzeugen – Jaguar, Porsche, Mercedes, Ferrari, … Aber von irgendwas müssen die Aussteller ja auch leben.

Traditionell holen die großen französischen Marken ihr Familiensilber aus den Depots und Museen und sind mit riesigen Ständen und sonst nirgendwo zu sehenden Raritäten und Skurilitäten präsent. Highlight war heuer sicherlich „La Saga Abarth“, die – Franz Steinbacher vor den Vorhang! – von einem Österreicher kuratiert wurde.

Traditionell ist Paris im Februar schwer zu erreichen, vor allem, wenn fünf Millimeter Schnee fallen (schweigen wir elegant über die Anreise), aber wenn man einmal dort ist, sind alle Pro-bleme vergessen.

Nicht zuletzt dank gleich dreier Auktionen – in alphabetischer Reihenfolge: Artcurial, Bonhams und RM Sotheby’s – die neben den „konventionellen Klassikern“ eine Fülle absurder Raritäten im Angebot hatten.

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Hello London

Keine Woche später und eine knappe Flugstunde- nordwestlich öffnete „The London Classic Car Show“ im ExCeL London ihre Pforten. London ist nicht nur wärmer – blauer Himmel und um die 10 Grad ist für Mitte Februar nicht so schlecht – als Paris, sondern London ist auch jünger, viel jünger.
 
Also, ob London jünger als Paris ist, sei dahingestellt, aber auf jeden Fall ist „The London Classic Car Show“ – diese geht heuer „erst“ zum vierten Mal über die Bühne – jünger als die „Retromobile“, die bisher auf mehr als 40 Wiederholungen kommt, und die angebotenen resp. ausgestellten Fahrzeuge sind jünger.

Vorkriegsklassiker findet man zwar fallweise, aber die sind gang, ganz klar in der Minderheit.
 
In London gab’s zwar „nur“ eine Auktion (von „Coys of Kensington“), aber dafür hat diese Messe einige Attraktionen zu bieten. Das ExCel, eine riesige – und wenn wir riesig sagen, meinen wir eine U-Bahnstation am Westeingang und eine andere am Osteingang – Messehalle in den London Docklands, die schon für sich einen Besuch wert sind, bietet genug Platz, dass rund 50 Klassiker – vom Austin Seven bis zum Formel 1
– fahrend, ja Ihr habt richtig gelesen in der Halle fahrend, präsentiert werden können.
 
Ein weiteres vielbeachtetes Highlight war die Sonderausstellung „Getaway Cars“, also berühmte Fluchtfahrzeuge aus Film und wirklichem Leben. Absoluter Höhepunkt hier: Der originale Lotus Cortina, der einst Posträuber BruceReynolds gehörte. Präsentiert wurde das gute Stück stilecht von dessen Sohn Nick.
 
Die Exponate und Angebote waren natürlich derart, dass dem Liebhaber britischer Fahrzeuge – bekannte Größen und obskure Marken und Typen – das Herz übergeht …

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