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Samstag, 16. Januar 2021
… und das Roadbook ist nur ein Vorschlag! Drucken E-Mail
Geschrieben von Wolfgang M. Buchta   

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So begrüßte Kurt Dichtl, Mastermind der 9. Austria Historic seine mehr oder weniger verblüfften Gäste; Wolfgang und Ulli Buchta ließen sich eine ganze Woche von „unserem Kurt“ verblüffen. Aber alles der Reihe nach …

Die „Austria Historic“ ist eine der „Flagship“-Veranstaltungen des AVCA, die heuer zum neunten Mal über die Bühne ging. Bemerkenswert an der „Austria Historic“ sind zwei Dinge: Die Veranstaltung ist für Vorkriegsklassiker ausgeschrieben und sie erstreckt sich über eine volle Woche. Und – da schließt sich der Kreis – der Wertungsmodus ist sehr sympathisch, denn es gibt (fast) keine Wertung – mit schönen Autos durch schöne Landschaften fahren, Freunde treffen, plaudern, gut Essen und Trinken und vor allem Spaß haben – das ist das Motto, das Kurt am ersten Tag angesprochen hat und damit auch nur jene verblüfft hat, die das erste Mal dabei waren. Die Zahl der Wiederholungstäter ist hoch …

Heuer hatte die Veranstaltung den Untertitel „25.000 Höhenmeter – 1.000.000 Kurven – ein 5-Stern-Grand Hotel“ und ging in Lienz, der Hautpstadt von Osttirol über die Bühne, eine Gegend, die zu dieser Zeit – Ende September – auf allen Corona-Ampeln noch ein sattes Grün aufwies.

Zentrum dieser vergnüglichen Woche war das 5-Stern-Grand Hotel Lienz – www.grandhotel-lienz.com –, von wo man des Morgens ausrückte und am Abend wieder – auf ein fulminantes Dinner – zurückkehrte. Und die fünf Fahrtage hatten es in sich.


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1. Fahrtag


(der eigentlich als 5. Tag im Roadbook vermerkt war, denn das Fahrtenbuch ist auch für den Veranstalter nur ein Vorschlag) – stand ganz im Zeichen der Dolomiten – Stallersattel, Alta Badia, Grödner Joch, Sella Pass, Pordoi Joch, Falzarego Pass, Cortina d’Ampezzo, … Nach 280 km (lange Runde) hatten sich vor allem die FahrerInnen nicht so leistungsfähiger Vorkriegsfahrzeuge das Dinner redlich verdient.


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2. Fahrtag


Höher hinauf geht’s nicht mehr, zumindest nicht in Österreich: Großglockner Hochalpenstraße mit Hochtor und Edelweißspitze. Und am Großglockner findet sich auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe in 2.369 Meter Seehöhe das höchstgelegene Oldtimermuseum weltweit.


Weiter ging’s über (am Fuße des) Hochkönig und Felbertauerntunnel (www.felbertauernstrasse.at ).


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3. Fahrtag


Kurt der Schreckliche gönnte seinen Teilnehmern (und deren Autos) ein wenig Entspannung. Nur 155 km standen am Programm mit lokaler Wilderer-Romantik in Kalkstein in Innervillgraten und der Wallfahrtskirche Maria Schnee (www.innervillgraten.at/dorf/religion/wallfahrtskirche-mariaschnee).
Und das wohlverdiente Nachtmahl gab’s diesmal nicht im Grand Hotel, sondern auf der urigen „Dolomiten Hütte“ – dolomitenhuette.at – mit ihrem einmaligen Ausblick auf die Lienzer Dolomiten.

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4. Fahrtag


Nur 230 km, aber diese Pässe – Plöcken Pass, Sella di Razzo, Passo Pramolle – hatten es in sich.

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5. Tag


Schauen statt Fahren! In Gmünd in Kärnten wurde ja einst der Porsche 356 „erfunden“ und auch die ersten 50 Exemplare wurden dort gebaut. Auf solch historischem Boden befindet sich – seit langer Zeit – der passende Platz für das Porsche Museum – www.auto-museum.at – der Familie Pfeifhofer. Schön, dass „Chef“ Kurt hier eine Besichtigung eingeplant hat.

Apropos Besichtigung: In 1.902 m Seehöhe am Ende der Malta Hochalpenstraße – maltatal.rocks/malta-hochalmstrasse – liegt die Köln-breinsperre, hinter der der größte Speicher Österreichs liegt, der – voll gefüllt – einen Energiegehalt von 588,3 GWh enthält. Eine Ausstellung zum Staumauer-Bau sorgt für den bildungspolitischen Auftrag dieses Ausflugs, und ein Bergrestaurant sorgt für Speis und Trank und Schutz vor dem allmählich einsetzenden Schneefall, der von Fahrern offener Vorkriegsautos mit Sommerreifen besonders geschätzt wird.

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6. Fahrtag


Am letzten Tag gingen wir es gemütlich an, und trotzdem wurde die Grundlage für eine Wertung – ganz ohne geht’s anscheinend doch nicht! – gelegt.

Start am Hauptplatz von Lienz – in gewohnter Qualität moderiert von Hermann Tratnik – und auf gewundenen Pfaden – das Roadbook ist nur ein Vorschlag! – zum Flugplatz LOKL (Lienz/Nikolsdorf) zur Viertelmeilen-Sonderprüfung, die es – No, na! – nicht auf Zeit, sondern auf Gleichmäßigkeit zu bewältigen galt. Womit auch die Sieger ermittelt gewesen wären.

Mehr im Sinne von Kurt ging es dann bei der nahe gelegenen „Naturbrennerei Kuenz“ – www.kuenz-schnaps.at – weiter, mit einem feudalen Mittagessen und einer Verkostung. Ihr dürft raten, wovon …

 Das offizielle Fahrprogramm fand im Keller seinen Abschluss, im Keller einer unscheinbaren Industriehalle, wo ein ungenannt bleiben wollender Sammler, uns einen exklusiven Einblick in seine Sammlung gewährte.

Nach 1.200 km sowie „25.000 Höhenmetern und 1.000.000 Kurven“ fand eine anstrengende, aber höchst angenehme Woche ihren Abschluss im „5-Stern-Grand Hotel“ bei – Wie habt Ihr das jetzt erraten? – einem Abschlussdinner …

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